Alle in einem Boot und Segel setzen - Herringhausen begrüßt die neuen Schulanfänger           

 

 

Am ersten Mittwoch nach Sommerferienende konnten bei bestem Spätsommerwetter die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Grundschule Herringhausen mit ihren Familien in der Kirche Arenshorst zum Schulanfangsgottesdienst begrüßt werden.

Frau Bettina Erdmann (in Vertretung von dem im Urlaub weilenden Herrn Pastor Sander) und Herr Kalathil von der katholischen Kirchengemeinde Ostercappeln hatten mit der Klassenlehrerin Frau Dödtmann, Schulbegleiterin Frau Bruns und Schulleiter Herrn Brill diesen Gottesdienst vorbereitet. Für die Jüngsten wirklich anschaulich wurde die Symbolik eines Segelbootes (=Schule) gewählt, in das die Schulanfänger von ihren Paten (den Viertklässlern) geleitet wurden. Auch in stürmischen Zeiten geben nicht nur die Mitschüler, das Team der Pädagogen und natürlich die Eltern die nötige Sicherheit, sondern auch Gott, der unsichtbar für unsere Augen, aber doch hoffentlich spürbar für alle, uns stets begleitet.

Nachdem alle Gottesdienstbesucher die Grundschule erreicht hatten, begrüßte der Schulleiter mit kurzen Worten alle Anwesenden. Die Viertklässler hatten mit Frau Nieke und Herrn Brill einige Darbietungen eingeübt, die staunend von den Jüngsten aufgenommen wurden. Im Gespräch wurden Unterschiede von Kindergarten und Schule entwickelt. Zitat eines Viertklässlers: ,, In den Kindergarten kannst du gehen, in die Schule musst du gehen, aber der Schwimmunterricht macht besonders Spaß.“ ,,Neben Lesen, Schreiben, Rechnen wird gleichzeitig täglich das soziale Miteinander trainiert“, ergänzte der Schulleiter. Zum ersten Unterricht bei der jungen Klassenlehrerin ließen die Erstklässler nun ihre großen Schultüten bei den Eltern, die wie alle Gäste währenddessen von Eltern der vierten Klasse mit Getränken und selbst gebackenem Kuchen bewirtet wurden. Nach den abschließenden Worten am Ende wurde es noch einmal anstrengend, die Schulanfänger wurden an verschiedenen Orten drinnen und draußen fotografiert und sollten sich dabei möglichst gar nicht rühren, nicht die Augen schließen oder in die Sonne blinzeln. Endlich war auch das Posing mit Blitzlichtgewitter überstanden und so war anschließend noch Zeit, sich auf dem Schulgelände mit seinen vielfältigen Spielmöglichkeiten zu bewegen und zu toben.

Insgesamt ändert sich die Altersstruktur der Bevölkerung und die Schülerzahlen sinken.

Es war wohl in der bisherigen (Ein-)schulungsgeschichte der Grundschule Herringhausen die kleinste Gruppe, umso größer jedoch war die Herzlichkeit und Freude der Stunde. Mit Blick auf zukünftige Zeiten sind neue Familien mit jüngeren Kindern ganz besonders willkommen. Gerade in einer kleinen, ländlich gelegenen Grundschule gibt es gute Möglichkeiten der individuellen Förderung bei überschaubaren Strukturen und großer Vertrautheit. In der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus sollten Transparenz, Ehrlichkeit und die Chance zur Mitarbeit im Vordergrund stehen.