Keine Eulen in Athen, aber in der Grundschule Herringhausen

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Herr Friedhelm Scheel, ehrenamtlicher Naturschützer und zwei seiner Natur-AG-Schülerinnen (Janine Freese und Theresa Giese) vom Kardinal-von-Galen Gymnasium in Mettingen referierten am 5. November mit viel mitgebrachtem Anschauungsmaterial über Eulen. Die Schüler der vierten Klasse erarbeiteten gemeinsam mit den drei Referenten viel Wissenswertes, insbesondere über den Steinkauz und dessen Lebensbedingungen.

Waldohreule, Schleiereule, Waldkauz und Steinkauz konnten in ausgestopfter Form bewundert und angefasst werden. Die Kinder erfuhren, dass Steinkäuze ursprünglich in Baumhöhlen von Kopfweiden lebten. Der schnell wachsende Baum wurde aber schon von unseren Vorfahren wegen seines vielfältig nutzbaren Kopfholzes in Kopfhöhe abgeholzt. Inzwischen gibt es nur noch wenige Kopfweiden, deshalb haben Naturschützer spezielle Steinkauzröhren konstruiert. Man findet diese gehängt in Obstbäumen. Auch über das komplizierte Jagdverhalten des Steinkauzes lernten die Schüler Erstaunliches. Die Viertklässler betrachteten und bestaunten eingehend das in Gläsern mitgebrachte Gewölle, das die Steinkäuze nach dem Fressen ihrer Beute später auswürgen. Anhand dieses Gewölles fanden die Kinder mit Hilfe des Referenten heraus, dass Mäuse, Käfer und Würmer auf Wiesen und Weiden zur bevorzugten Nahrung des Steinkauzes gehören. Im Winter jagt dieser Eulenvogel sogar Vögel bis zur Größe eines Stares, informierte Herr Scheel seine gespannte Zuhörerschaft.

Sehr interessiert verfolgten die Schüler die abschließend von den beiden Mädchen Janine und Theresa vorbereitete Powerpointpräsentation, in der die jungen Naturschützer über ihr Eulenprojekt in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen berichteten. Ihr Einsatz für die Eulen ist, neben vielen anderen Preisen, zuletzt im Jahr 2010 mit der Verleihung des Deutschen Tierschutzpreises belohnt worden.

Die Viertklässler, ihre Klassenlehrerin Petra Hoffmann und der Schulleiter bedankten sich bei den Referenten mit viel Applaus für ihre hochinteressanten und informativen Ausführungen. Es wurde an diesem Vormittag deutlich, dass Naturschutz nicht nur ausgesprochen wichtig für Mensch und Tier ist, sondern den Beteiligten in ihrer Gemeinschaft auch sehr viel Spaß und Freude bereitet. Vor Ort sollen demnächst noch Nistplätze im Arenshorster Forst besichtigt werden, sodass der direkte Bezug des Themas mit dem Lebensraum der Herringhausener Kinder deutlich wird.