Letzter Schultag 22.06.2016   Verabschiedung Herr Brill

 

Herringhauser Rektor märchenhaft verabschiedet 

Herringhausen. Es war eine bunte, fantasievolle Aufführung, mit der die Herringhauser Grundschüler das Schuljahr beendeten – und von ihrem langjährigen Schulleiter Bernd Brill Abschied nahmen. Dieser tritt nach den Sommerferien die Rektorenstelle an der Grundschule Belm-Powe an. 

Volles Programm am letzten Schultag vor den Ferien an der Grundschule Herringhausen: Zunächst einmal gab es natürlich die Zeugnisse, über die sich Grundschüler und deren Eltern ja meist noch freuen können, und dann ging es nach einer Tobepause in die Aula, wo ein großes Abschlussfest gefeiert wurde. Dabei nahmen nicht nur die Viertklässler Abschied von ihrer Grundschule im Grünen, in diesem Jahr nahm auch der Schulleiter selbst Abschied – und das nicht nur für die großen Ferien. Bernd Brill wechselt zum kommenden Schuljahr als Rektor an die Grundschule Belm-Powe. 

Zwei Tänze und eine große Märchen-Inszenierung hatten die Schüler unter der Leitung ihrer Lehrerin Christiane Nieke einstudiert und dabei mit „Kalif Storch“ eine gute Wahl getroffen: Bunte Kostüme, ein witziges Bühnenbild und eine stimmige Musikauswahl, vor allem aber Ausdruck und Textsicherheit der Darsteller machten die Aufführung für alle Anwesenden zu einem Vergnügen. 

Zwei Störche und eine Eule 

In der spannenden Geschichte von Wilhelm Hauff gehen der gelangweilte Kalif von Bagdad und dessen Groß-Wesir dem hinterhältigen Misra auf den Leim und kaufen diesem ein Zauberpulver ab, um sich in Tiere zu verwandeln. „Lass uns Störche sein“, lautet ihr Beschluss. Und Störche wären sie wohl auch geblieben, denn sie vergessen das Zauberwort „Mutabor“, mit dem sie ihre menschliche Gestalt zurückerlangen können. Währenddessen hat Misra in Bagdad die Macht an sich gerissen und das fröhliche Treiben auf dem orientalischen Markt kehrt sich in Trauer, als die Menschen vom Schicksal ihres Kalifen erfahren, musikalisch ideal untermalt von Albert Ketelbeys „In a Persian Market“. Mithilfe der klugen Eule, einer verwandelten Prinzessin, gelingt es dem Kalifen und seinem Wesir jedoch , Misra zu belauschen, das Zauberwort zu erfahren und alles wird gut. 

Standort nicht infrage 

Dass in Herringhausen alles gut bleibt, daran gibt es für den scheidenden Schulleiter Bernd Brill keinen Zweifel. Wie er berichtete, werden sich im kommenden Schulhalbjahr die Lehrerinnen Lisa Finkemeyer, Chrstiane Nieke und Petra Hoffmann die Verwaltungsarbeit teilen, wobei Petra Hoffmann als kommissarische Schulleiterin fungiert. Verstärkung im Unterricht kommt von zwei neuen Teilzeit-Lehrkräften, „sodass die Unterrichtsversorgung auch weiterhin zu hundert Prozent gewährleistet ist“, so Brill. Die Investitionen der Gemeinde Bohmte in einen Zaun sowie in einen Krippen-Anbau am benachbarten Kindergarten „Hummelhof“ wertete Brill als „deutliches Zeichen für den Standort Herringhausen“. 

Überhaupt habe die Standortfrage für ihn bei seiner beruflichen Veränderung keinerlei Rolle gespielt, vielmehr habe er einfach den inneren Wunsch nach beruflicher Veränderung gespürt, sagte Brill, der auf sechseinhalb Jahre als Rektor in Herringhausen zurückblicken kann. Für sein Engagement und für seine guten Ideen dankten ihm Ortsbürgermeister Arnd Sehlmeyer, Ulrich Tebbe vom Schulförderverein und Andrea Niemann vom Elternrat mit Blumen und Geschenken, darunter ein Apfelbäumchen. Selbiges wird im Garten von Familie Brill in Schledehausen bestimmt noch lange an die alljährlichen Apfelmost-Aktionen der Herringhauser Grundschule, die Bernd Brill ins Leben gerufen hatte, erinnern. 

 

Ein Artikel von Kerstin Balks